“ICH FANG AN, WER MACHT MIT?”

Engagement Global, Foto: Sebastian Zell
Engagement Global, Foto: Sebastian Zell

Es ist fast wie Geburtstag feiern. Man lädt ein, alle kommen, zum Teil aus aller Welt, wollen mit einem reden und man steht überall im Mittelpunkt. So oder so ähnlich muss sich Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller auf dem Zukunftsforum gefühlt haben.

Unzählige Fragen beantworten und Händeschütteln bis zum Abwinken. Es ist sein Tag, sein großer Auftritt.

Mit Nachdruck stellt er die Zukunftscharta vor (mehr zur feierlichen Vergabe der Zukunftscharta bald auf diesem Blog). 66 Seiten mit Wünschen, Zielen und Visionen. 66 Seiten an denen er seine Arbeit und die Arbeit seines Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung messen lassen möchte. Er spricht von Nachhaltigkeit. Fast Mantra-artig wiederholt er immer wieder ganz einfache Ansätze wie wir selber nachhaltiger leben können. Wie wir zum Beispiel mit nur einem Euro, den wir mehr für eine neue Hose bezahlen, einer Näherin in Bangladesh ermöglichen ihre Kinder zu versorgen oder sie in die Schule zu bringen.

Ok, das klingt machbar. Ein Grund für uns ihn nach weiteren einfachen Punkten zu fragen, wie man denn nachhaltiger leben kann. Im Interview seht ihr seine Antwort und auch die Herausforderungen, denen er sich täglich als Bundesminister stellen muss: „Setze ich mich nicht ins Flugzeug, kann ich auch nicht an der Klimakonferenz in Lima teilnehmen.“ Kleine Anregung: Vielleicht funktioniert die nächste Konferenz auch per Videochat.

Er habe sich in den letzten 2 bis 3 Jahren durch die vielen Eindrücke im Kopf verändert und denke nun nachhaltiger. Wir haben das Gefühl, dass er möglichst viele dieser Eindrücke an jeden Gast des Zukunftsforums weitergeben möchte. Vielleicht konnten wir ihn mit unserer Frage zur Inklusion, die wir auch seinem Staatssekretär gestellt haben (mehr dazu hier), in Deutschland ein Stück weit mit auf unseren Weg nehmen. „Inklusion müsse auf kommunaler Ebene zum Prinzip gemacht werden“, betont er. „Das heißt: volle Beteiligung der Menschen mit Behinderung am gesellschaftlichen und beruflichen Leben.“ Konkreter wurde er nicht.

Er ist Gastgeber des Zukunftsforums und der Kopf der Zukunftscharta. Man merkt ihm an, dass er stolz darauf ist, was an diesem Montag in der Station Berlin vor sich ging und was die Zukunftscharta jetzt schon ist. Er sieht sie dennoch erst als Startpunkt. Als Beginn von etwas Großem? Man möchte es ihm glauben.

 

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